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Wie radikal wirkt digital im Immobiliensektor? Diese Frage beantwortete unter anderem Prof. Dr. Tobias Kollmann. Wie radikal wirkt digital im Immobiliensektor? Diese Frage beantwortete unter anderem Prof. Dr. Tobias Kollmann.

Wie wird die Immobilienbranche zukunftsfähig?

Stephanie von Keudell
Stephanie von Keudell
freie Journalistin

Die EXPO REAL 2018 stellte sich bereits am Montagvormittag die Frage nach der Zukunft der Immobilienwirtschaft: Wie radikal wirkt digital?

„Digital Natives“ und Immobilienprofis diskutierten, ob der Digitalisierungszug für die Immobilienwirtschaft bereits abgefahren ist. Denn, und darin sind sich alle einig, besonders innovativ war die Branche bisher nicht. Das Panel bestand aus:

  • Dr. Mario Herger (CEO Enterprise Garage Consultancy aus dem Silicon Valley),
  • Prof. Dr. Tobias Kollmann (Professor für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen),
  • Alexander Betz (Head of IT & Digitalisation bei der Patrizia)
  • Christoph J. Thumm (Geschäftsführer AC+X Strategic Investments/Urban City Lab) sowie
  • Sascha Klaus (Vorstandsvorsitzender Berlin Hyp)

 

Immobilienunternehmen zwischen Piranhas und Elephants

 

Den digitalen Rückstand will die Immobilienbranche in Zukunft wieder aufholen: Digitalisierungs-Vorkämpfer Kollmann führt als Einsatzbeispiel den robotergestützten Rohbau an und erläutert Smart-Home-Anwendungen wie Pre-Announcement von Abnützungen oder Beschädigungen, Vorbereitung für e-Logistic und Home Production etc.

Er warnt Immobilienunternehmen davor, zwischen Piranhas und Elephants aufgerieben zu werden: Piranhas stehen für kleine, hochspezialisierte Fintechs oder Proptechs, Elephants für große digitale Unternehmen wie etwa Google, die Unternehmen aus der Immobilien- oder Finanzbranche auf deren ureigenen Geschäftsfeldern angreifen können.

 

Digitales Mindset für den Konzern

 

Wie können sich Immobilienunternehmen auf diese Herausforderungen vorbereiten? Alexander Betz und Christoph Thumm betonen, wie wichtig es ist, die Voraussetzungen für digitale Angebote zu schaffen – nicht zuletzt dadurch, dass man mit Kunden und Mitarbeitern redet, um ihre Anforderungen und Ideen kennenzulernen. Betz will ein „digitales Mindset für den Konzern“ entwerfen und dafür mit Studierenden und Universitäten kooperieren. Das Fachwissen der Mitarbeiter soll in digitale Ideen transformiert werden. Das braucht seine Zeit – schneller und agiler werden heißt nicht, hastig mit dem Kopf durch die Wand zu wollen!

Tobias Kollmann hingegen schwärmt davon, dass bis zum Jahr 2020 ein Datenvolumen von weltweit 44 Zettabyte der Vermarktung harren dürfte, und freut sich auf sinkende Versicherungsbeiträge wegen automatischer Abschöpfung von Gesundheitsdaten durch das Smart Home. Die Zuhörer beschleichen erste Ängste hinsichtlich Datenschutz. Der scheint jedoch in der schönen neuen Digitalwelt kein Thema mehr zu sein.

 

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