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Zur EXPO REAL 2018 wurden Rekordinvestitionen in den deutschen Markt prophezeit. Zur EXPO REAL 2018 wurden Rekordinvestitionen in den deutschen Markt prophezeit.

Top-Gesprächsthema: das Investitionsklima in Europa

Judi Seebus
Judi Seebus
Chefredakteurin, PropertyEU

Auf der EXPO REAL 2018 war das Investitionsklima ein wichtiges Gesprächsthema. Einerseits sagten Europa-Experten, sie beschäftigten sich mit „dem Herannahen eines späten Stadiums im Zyklus“. Gleichzeitig war die vorherrschende Ansicht, dass sich die aktuelle Belebung des Marktes bis zum Jahresende eher fortsetzen werde und es darum gehe, Geschäfte noch vor 2019 abzuschließen.

 

Neuer Investmentrekord auf deutschem Markt prophezeit

Investoren äußerten „eine sehr positive Einstellung“ zu Vermögenswerten auf den größeren europäischen Festlandsmärkten, meinte Jonathan Hull von CBRE gegenüber PropertyEU: „Wir sehen Bietprofile für hochwertige Anlagen, die sich auf Märkten wie Deutschland, Frankreich und Spanien ausbreiten, in denen es große Kapitalpools gibt.“

Sowohl JLL als auch Colliers International prophezeiten, dass das Investitionsvolumen auf dem deutschen Markt dieses Jahr aufgrund der starken Nachfrage von internationalen Investoren 60 Milliarden Euro betragen werde und damit einen neuen Rekord aufstelle. Ausländische Investoren werden höchstwahrscheinlich ähnliche Kapitalbeträge wie im Jahr 2017 aufbringen, laut JLL waren das 45 % der Gesamtinvestitionen von 56,8 Milliarden Euro.

 

Wer profitiert vom Brexit?

Trotz des immer näher heranrückenden Fristenablaufs und entscheidender Gespräche in den kommenden Monaten war der Bexit auf der EXPO REAL dieses Jahr nicht das vorherrschende Gesprächsthema. Manche Experten spielten die Auswirkungen auf den britischen und insbesondere den Londoner Markt herunter. „Mieter wie Investoren sehen über den Lärm und das politische Chaos des Brexit hinweg, die den Markt für eigengenutzte Immobilie nicht im geringsten beeinträchtigt haben“ sagte Julian Agnew, Vorstand für Investment in Großbritannien bei La Salle Investment Management. „Die Nachfrage ist stark und das Angebot niedrig, insbesondere in der City, und das treibt Kapital in Renovierungsvorhaben und Investitionen in Aufwertungsobjekte.“ Selbst ein harter Brexit hätte minimale Auswirkungen auf Londen, stellte Simon Wallace, Leiter für Forschungsalternativen für Europa bei DWS, fest.

Nichtsdestoweniger sagen einige Beobachter, dass europäische Hauptstädte bereits von einer Migration von Banken und Firmen auf den Kontinent profitieren. „Frankfurt profitiert wirklich vom Brexit-Effekt. Wir sehen zwar keine großen Unternehmen, die hierher umziehen, aber Banken wie JP Morgan und Credit Suisse erweitern ihre bestehenden Büroflächen um 20 bis 30 %“, sagte Nico Keller, Leiter für Investitionen für Deutschland bei BNP Paribas Real Estate.

„Frankfurt ist eine der Städte, die am ehesten dazu prädestiniert sind, vom Brexit zu profitieren“, sagte Eric Menges, Geschäftsführer für internationales Marketing für die Region FrankfurtRheinMain. „Und egal, was die Vermittler sagensagen: Frankfurt besitzt reichlich Büroflächen, um eine erhöhte Nachfrage zu bewältigen.“

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