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Temporäres Wohnen liegt im Trend Temporäres Wohnen liegt im Trend

Kompendium des temporären Wohnens: Anleitung zum temporären Trendanbieten

Sylvie Konzack
freie Journalistin

Am Anfang stand das Thema Serviced Apartments. Dann stand die gesamte erwachsene Immobilienwelt zwischen Hotel und Wohnen. Und am Ende? Bei einem Trendthema wie diesem scheint nichts absehbar. Auch deshalb ist das „Kompendium des Temporären Wohnens“ eine willkommene und zukunftsweisende Wissenssammlung.

 

Serviced Apartments: Wohnen auf Zeit liegt im Trend

Die Branchenexperten Anett Gregorius und Matthias Niemeyer bieten mit ihrem gerade erschienenen Fachbuch erstmalig einen grundlegenden Überblick auf das hochkomplexe Feld „Wohnen auf Zeit“ mit seinen vielfältigen Angebotsformen und Akteuren, die nur zu einem Teil der klassischen Hotellerie entstammen. Mithilfe von mehr als 30 Fachautoren sortieren sie teilweise überholte Begrifflichkeiten und schaffen Orientierung im Angebots-Dschungel aus Serviced Apartments, Apartmenthäusern, Apartmenthotels, Studentischem Wohnen, Mikroapartments und Sonderformen wie Wohnen im Alter oder Ferienwohnungen. Mit Marktanalysen, Standort-, Planungs-, Betriebs- und Vermarktungsfaktoren sowie bau- und steuerrechtlichen Grundlagen geben sie Investoren, Architekten und Betreibern konkrete Umsetzungsperspektiven an die Hand. Denn das Potenzial der flexiblen Wohn(lichkeits-)formen in einer flexibel gewordenen Lebens- und Arbeitswelt bleibt in den nächsten Jahren schwindelerregend hoch: Allein in Deutschland gibt es aktuell rund 35.400 Serviced Apartments (Stand November 2017). Bis 2019 prognostiziert Anett Gregorius ein Marktwachstum um 40 %. Und der renommierte Hotelberater Prof. Stephan Gerhard geht noch weiter, indem er bis 2030 sogar von einer Verdreifachung des aktuellen Marktanteils der Serviced Apartments innerhalb der Hotellerie spricht: „10 % wird der Sektor in jedem Fall erreichen. 90.000 Einheiten verträgt der Markt.“

 

Potenzial eröffnet sich mit Professionalisierung

Nach UK zählt Deutschland bei lockenden Renditen von derzeit mehr als 10 % zu den wichtigsten Märkten im europäischen Vergleich. Zu den stärksten deutschen A-Standorten – München, Frankfurt am Main und Berlin – gesellen sich in den nächsten Jahren zunehmend mehr B- und C-Lagen. Konzeptionell erobern zugleich vermehrt Budget- und Mikroapartmentlösungen den Markt. Eine mehrstöckige Torte also, von der alle noch eine lange Zeit genug abbekommen können? Eine Einladung an Akteure aus nahen und fernen Branchen? Eine ambitionierte Nische, die sich zum Mainstream aufschwingt?

Vielleicht. In jedem Fall ist es eine Voraussetzung dafür, dass sich das gesamte, mannigfaltige Segment „Temporäres Wohnen“ weiter professionalisiert. Die Herausgeber Anett Gregorius und Matthias Niemeyer haben selbst in den letzten Jahren wesentlich zu einer notwendigen Professionalisierung beigetragen – sei es, dass sie mit verschiedenen Branchenakteuren gemeinsam eine einheitliche Begriffsmatrix entwickelt und den Faktor Servicegrad als ein wesentliches Differenzierungsmerkmal etabliert haben. Sei es, dass sie potenzielle Geldgeber, Investoren, Konzeptentwickler, Städtevertreter, Architekten, Hotel- und Apartmentbetreiber sowie Gästezielgruppen im Rahmen regelmäßiger Fachtagungen zusammenbringen. Mit dem Kompendium wollen sie einmal mehr „ein Zeichen für das Segment“ setzen. Denn das Wort „temporär“ bezieht sich sicher nicht auf irgendeine Halbwertzeit. Sondern auf ein großes Thema dieser Zeit, dessen größte Zeit noch bevorstehen könnte.

 

Anett Gregorius, Matthias Niemeyer (Hrsg.) (2017): Kompendium des Temporären Wohnens. Serviced Apartments, studentisches Wohnen und Mikroapartments, Ferienwohnungen, Wohnen im Alter … Wiesbaden: IZ Immobilien Zeitung Verlagsgesellschaft im IZ-Shop kaufen

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