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Von links nach rechts: Andreas Grömling, Dr. Amy Hochadel & Axel Lerche. Von links nach rechts: Andreas Grömling, Dr. Amy Hochadel & Axel Lerche.

Intelligent Urbanization: Branchen-Statements zur Smart City

Herausforderungen für die Stadt der Zukunft

 

Über 50% der Weltbevölkerung lebt in Städten, Tendenz stark steigend. Die infrastrukturellen, sozialen und kulturellen Herausforderungen sind enorm, doch bieten Städte als Technologiezentren auch potenzielle Lösungen. Im Folgenden erklären vier Branchenexperten, vor welchen Problemen die Stadt der Zukunft steht und wie sie ihnen begegnen möchten.

Andreas Grömling

Beratung, Pressekontakt Werksviertel München; heller & partner Marketing Services AG

 

„Raum ist endlich, der vorhandene muss daher umso innovativer genutzt werden.“

 

Was muss die Stadt der Zukunft ihren Bewohnern bieten?

Die Stadt der Zukunft wird maßgeblich von Nachverdichtung geprägt sein. Raum ist endlich, der vorhandene muss daher umso innovativer genutzt werden. Um Zukunftsfähigkeit herzustellen, ist es von entscheidender Bedeutung, bereits vor Ort alle Lebensbereiche optimal zu bespielen. Kurze Wege, Nahversorgung vor Ort, Kultur, Freizeit und Erholung müssen in der Stadt von morgen weit mehr sein als Konzeption – sie müssen Wirklichkeit werden und die Lebensqualität der Bewohner steigern.


Was ist die größte Herausforderung in diesem Kontext?

Immer dichtere, urbane Räume machen intelligente Stadtkonzepte notwendig. Wichtig ist dabei, dass die Anonymität in Großstädten nicht weiter zunimmt. Vielmehr müssen Lösungen gefunden werden, die das Leben in den Städten gemeinschaftlicher gestalten.


Welchen Beitrag kann Ihr Projekt leisten?

Im Werksviertel werden Leben, Wohnen, Arbeiten und Bewegen in eine perfekte Symbiose gebracht. Lange Arbeitswege sind Belastungen für Pendler, wie auch für die verkehrliche Situation in den Städten. Im Werksviertel werden Menschen künftig leben und arbeiten können. Die direkt angebundene Nahversorgung sowie der Zugang zu Freizeit und Erholung zeichnen das Konzept im Werkviertel dabei besonders aus. Auf diese Weise wird die Gemeinschaft im Quartier gestärkt – Leben und Erleben gehen Hand in Hand. Darüber hinaus gewährleistet die perfekte Anbindung eine schnelle Erreichbarkeit der Stadt München sowie weiterer Ziele in Nah und Fern.

 

Axel Lerche

Mitbegründer von EcoSmart Solution, einer Tochter von Taurus Investment Holdings, LLC

 

„Innovation kann nur Erfolg haben, wenn sie von den Bewohnern angenommen wird.“

 

Was muss die Stadt der Zukunft ihren Bewohnern bieten?

Die Stadtentwicklung der Zukunft muss sich nach den Bewohnern richten. Aspekte wie Komfort, Gesundheit und Sicherheit sind genauso wichtig wie Energieeffizienz, smartes Wohnen und Mobilitätslösungen. Innovation kann nur Erfolg haben, wenn sie von den Bewohnern angenommen wird. Ein fachlich ausgereiftes Entwicklungskonzept soll Technologie- und Planungslösungen ganzheitlich integrieren; es muss eine gut durchdachte Verbesserung des Wohles aller Stadtbewohner mit sich bringen. Das EcoSmart-Programm in Whisper Valley, Austin, TX ist eine Blaupause für Stadtentwicklungen vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und des Wohles aller Beteiligten.


Was ist die größte Herausforderung in diesem Kontext?

Innovative Konzepte müssen bezahlbaren Wohn- und Arbeitsraum für die Bewohner schaffen, eine Herausforderung auf riesigen Märkten wie den USA, da jedes erfolgreiche Entwicklungskonzept auf einer positiven Marktresonanz beruht. Große, auf dem Reißbrett entstehende Siedlungen wie Whisper Valley für mehr als 30.000 Bewohner und mit 200.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche sind eine einmalige Möglichkeit, bessere Siedlungen zu schaffen. EcoSmart bietet skalierbare Lösungen für smartere und energieeffizientere Wohneinheiten an, die aber auch bezahlbar und für die meisten Käufer auf einem Markt wie dem in Austin zugänglich sind.


Welchen Beitrag kann Ihr Projekt leisten?

EcoSmart, eine Tochter der führenden Immobilieninvestmentfirma Taurus Investment Holdings, hat eine Plattform für nachhaltige Siedlungsentwicklung geschaffen, eine Kontaktstelle für Investoren, Bebauungsplaner, Baufirmen, innovative Technologien und Eigenheimbesitzer. Den Machbarkeitsnachweis liefern die ersten Eigenheimbesitzer in Whisper Valley, die in den Genuss niedriger Betriebskosten und eines smarteren und gesünderen Heimes zu einem erschwinglichen Preis kommen. Andere Siedlungen werden diesem Konzept folgen.

 

Dr. Amy Hochadel

Beratung, Pressekontakt Werksviertel München; heller & partner Marketing Services AG

 

„Städte haben […] beständig neue Technologien integriert, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen.“

 

Was muss die Stadt der Zukunft ihren Bewohnern bieten?

Städte haben eine weit zurückreichende Geschichte, in der sie beständig innovative Technologien integrierten, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen und den eigenen Wettbewerbsvorteil zu vergrößern – von der Straßenbeleuchtung bis hin zu Wolkenkratzern. Urbane Innovatoren arbeiten schon lange zusammen, um Orte zu schaffen, an denen Menschen wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen wollen.


Was ist die größte Herausforderung in diesem Kontext?

In welchem Maße Städte in einer globalisierten Wirtschaft fähig sind, um Talente und die damit einhergehende Produktivität zu konkurrieren, hängt voll und ganz davon ab, inwieweit sie gegenüber den Advanced Urban Services, an deren Entwicklung wir arbeiten, ihre Vitalität beweisen.
Zu diesen Herausforderungen kann alles Mögliche gehören: von der Überarbeitung anachronistischer Verwaltungsprozesse über die Öffnung neuer Entwicklungsräume, um die Nachfrage zu decken und produktivitätssteigernde Stadtgestaltung in Angriff zu nehmen, bis hin zu neuen inklusiven Umgebungen, in denen Bürger jeden Alters und mit allen Fähigkeiten am Leben teilhaben, dazu beitragen und sich entfalten können.


Welchen Beitrag kann Ihr Projekt leisten?

Bei unserer Arbeit geht es um den so genannten Advanced Urban Services Sektor. Herzstück unserer Aufgabe in diesem neu entstehenden Sektor ist es, mit einem neuen Blick die weitreichenden Herausforderungen und Möglichkeiten der Infrastruktur unserer schnell expandierenden Städte zu verstehen und zu definieren. Wir erkunden, wie sich neues Wissen und neue Technologien zu innovativen urbanen Lösungen zusammenbringen lassen.
Ob PropTech und PlanTech, ob angewandte Neurowissenschaften, Innenraumluftqualität oder das, was manche Orte zu „Innovationszielen“ macht – unser Team zeigt, wie wir Ihre Organisation unterstützen können, damit sie zu einem festen Bestandteil der zukunftsfähigen Infrastruktur Ihrer eigenen Stadt wird, bereit für die Herausforderungen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

 

Karolis Žemaitis

Geschäftsführer; Go Vilnius, die offizielle Entwicklungsagentur der Stadt Vilnius

 

„Ein wesentliches Element einer intelligenten Stadt ist, dass sie eine Open-Data-Politik verfolgt. “

 

Was muss die Stadt der Zukunft ihren Bewohnern bieten?

Die Idee, intelligente Städte zu entwickeln und zu fördern, wird heute zu einem immer relevanteren Thema. Sie ermöglichen Einwohnern und Unternehmen, effizienter zu leben und in weniger Zeit mehr zu tun. Intelligente Städte sind auch dynamisch und können bei Investoren und Bewohnern, die ein urbanes Zentrum wollen, das sich ständig an sich wandelnde Bedürfnisse anpasst, Vertrauen aufbauen.
Ein wesentliches Element einer intelligenten Stadt ist, dass sie eine Open-Data-Politik verfolgt. So können Bewohner und Unternehmen sich zusammentun und intelligente Lösungen für ihre Städte schaffen.


Was ist die größte Herausforderung in diesem Kontext?

Open Data eröffnet eine ganze Reihe großer Möglichkeiten, die zum Wohle einer ganzen Stadt umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang ist eine der größten Herausforderungen die hohe Nachfrage nach Daten und deren Schutz. Andererseits bringt Open Data an sich keine intelligenten Lösungen. Diese werden von den Bewohnern, Unternehmen und dem nicht organisierten Sektor, die sich engagieren, geschaffen. Ein solches kollektives Beteiligungsmodell ist die größte Herausforderung.


Welchen Beitrag kann Ihr Projekt leisten?

Vilnius kann als gutes Beispiel einer offenen und intelligenten Stadt dienen, die Daten zur Förderung von Effizienz und Transparenz benutzt. Nachdem diese Daten für Unternehmen und die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, kann Vilnius auch wertvolle Beratungen anbieten und mit Städten weltweit Best Practices austauschen. Auf der Expo Real werden Talente dazu eingeladen, ihre innovativen Ideen mit Vertretern der Stadt Vilnius (Sandkasten) auszutauschen.

 

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