Branchennachwuchs will gut verdienen

Harald Thomeczek
Fachredakteur Immobilien Zeitung

Studenten der Immobilienwirtschaft und verwandter Fächer möchten beim Berufseintritt circa 47.700 Euro brutto pro Jahr verdienen. Das hat eine exklusive Befragung der Immobilien Zeitung ergeben. Das sind fast vier Prozent mehr als noch im Vorjahr.

 

Dabei unterscheiden sich die Gehaltswünsche je nach angestrebtem Tätigkeitsfeld deutlich. Das beliebteste Betätigungsfeld für Immobilienstudenten ist und bleibt die Projektentwicklung. Mehr als jeder fünfte Befragte (21,2 Prozent) will vorzugsweise in diesem Tätigkeitsfeld wirken. Der Gehaltwunsch liegt bei 46.515 Euro. Auf Platz zwei der beliebtesten Spielfelder folgt mit 15,7 Prozent das Asset-Management (15,7 Prozent). 48.000 Euro werden hier genannt. Die höchsten Gehaltsvorstellungen haben Studierende, die in den Bereich Fonds-Management/Investment wollen: Sie fordern nach dem Abschluss durchschnittlich 49.576 Euro von ihrem künftigen Arbeitgeber. Es ist das drittbeliebteste Tätigkeitsfeld.

Studenten wissen, dass sie begehrt sind

Die nicht unbeträchtlichen und kontinuierlich steigenden Gehaltsforderungen junger Menschen, die in die Immobilienbranche wollen, kommen nicht von ungefähr. Zum einen wissen sie, dass Absolventen mit entsprechenden Fachkenntnissen nach wie vor nur an wenigen Hochschulen überhaupt ausgebildet werden. Zum anderen ist auch ihnen nicht verborgen geblieben, dass die Märkte boomen und Unternehmen händeringend nach Mitarbeitern suchen. Entsprechend optimistisch sind sie hinsichtlich ihrer Berufsaussichten: Neun von zehn bewerten ihre Chancen auf einen direkten Berufseinstieg als „gut“ (46 Prozent) oder „sehr gut“ (42 Prozent)

Auch wichtig: Karriereaussichten und eigenverantwortliches Arbeiten

Die Arbeitgeber dagegen bemühen sich, Nachwuchskräfte möglichst früh an sich zu binden. Fast jeder zweite Befragte wurde schon von einem potenziellen neuen Arbeitgeber angesprochen. Gebuhlt wird zudem um Menschen, die schon im Job sind und eine immobilienspezifische Fortbildung machen.

Auch wenn Studenten ausgeprägte Gehaltserwartungen haben – der schnöde Mammon hat für Berufseinsteiger in der Immobilienbranche nicht den höchsten Stellenwert: Unter 13 in der IZ-Umfrage vorgegebenen Aspekten der Arbeitgeberwahl erzielt die Höhe des Gehalts auf einer Skala von eins (für sehr wichtig) bis sechs (für unwichtig) mit 1,96 Punkten lediglich den vierthöchsten Wert. Davor werden noch genannt die Karriereaussichten, die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten und das Weiterbildungsangebot im Unternehmen. Nicht, dass Geld ihnen nicht wichtig wäre. Aber wer in die Immobilienwirtschaft will, der setzt ein gutes Gehalt schlichtweg voraus.

 

CareerDay auf der EXPO REAL vernetzt Nachwuchs und Unternehmen

Harald Thomeczek moderierte beim CareerDay der EXPO REAL bereits eine Podiumsdiskussion: Personalchefs und -berater diskutierten, wie die Recruiting-Praxis in der Immobilienwirtschaft aussieht und wie die Einstiegschancen sind.
Beiträge auf dem Blog zum CareerDay.
Allgemeine Informationen zum CareerDay auf der Website.

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