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Logistikimmobilien – von der Nische zum Boom

Logistikimmobilien sind längst kein Nischenprodukt mehr. Investoren aus dem In- und Ausland stürzen sich derzeit auf diese Assetklasse, die Nachfrage auf Nutzerseite ist ebenfalls groß. Welcher Art diese Immobilien sind – ob kleinformatig oder Big boxes – und wie sich diese Anlageklasse im Vergleich zu anderen schlägt, wird auf der EXPO REAL im SPECIAL REAL ESTATE FORUM sowie im LogRealCampus auf zahlreichen Veranstaltungen unter dem Motto „Let´s talk Logistics“ beleuchtet. Die Initiative Logistikimmobilien (Logix) stellt erstmals eine eigene Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung von Logistikimmobilien vor.

 

Weniger langweilig-graue Kästen, deutlich weniger Lkw und Kleinlaster auf den Straßen – manch einer würde sich sicher freuen, wenn hierzulande weniger Ware gelagert, kommissioniert, verpackt und verschickt würde. Doch Logistik gehört zu den größten Branchen in Deutschland, die zu ihr zählenden Firmen setzten nach Angaben der Bundesvereinigung Logistik im vergangenen Jahr etwa 240 Mrd. Euro um. Der wachsende Onlinehandel, eine ohnehin starke Binnennachfrage und ein zunehmendes Exportvolumen dürften dafür sorgen, dass die Branche auch weiter gut zu tun hat.

 

Assetklasse rangiert auf einer Höhe mit Hotels

Entsprechend optimieren Unternehmen ihre Logistikstruktur, sodass die Nachfrage nach neuen Flächen seit Jahren groß ist. Und auch immer mehr Investoren aus dem In- und Ausland werden dank der guten Zahlen aus der Branche und der im Vergleich zu Büros oder Einzelhandel immer noch höheren Renditen auf Logistikimmobilien aufmerksam. Mittlerweile entfallen im ersten Halbjahr 2016 mehr als 10% des gesamten gewerblichen Transaktionsvolumens auf diese Assetklasse – CBRE, JLL, BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), Savills und Colliers kommen auf einen Wert zwischen 1,8 Mrd. und 2,1 Mrd. Euro. Damit rangiert sie etwa auf einer Höhe mit Hotels, hinter Büro- und Einzelhandelsimmobilien.

 

Leerstand wird im Zweifel akzeptiert

Doch die Spitzenobjekte in den Ballungsräumen, auf die es viele Käufer abgesehen haben, sind begrenzt. Mit der Folge, dass Core-Investoren zwar nicht unbedingt bereit sind, ein größeres Risiko einzugehen, aber zum Beispiel kürzere Mietverträge oder etwas Leerstand akzeptieren, wenn das Produkt ansonsten ihren Anforderungen entspricht. Vor allem in den Top-Standorten hat die große Nachfrage bei einem knappen Angebot zur Folge, dass sich mehr Projektentwickler für spekulative Entwicklungen entscheiden. Alles in allem könnte das Transaktionsvolumen in diesem Jahr bei etwa 4 Mrd. Euro liegen.

 

„Let’s talk logistics“: Veranstaltungen

  • Cargo Sous: Menschen überirdisch – Urbane Logistik unterirdisch. 13:00 – 13:50 Uhr
  • Logistik: Innovation und Investitionsmöglichkeit. 14:00 – 14:50 Uhr
  • Wertigkeit von Logistikimmobilien vs. andere Klassen. 15:00 – 15:50 Uhr
  • City Logistik: Zukunft der urbanen Logistik. 16:00 – 16:50 Uhr

Die genannten Veranstaltungen finden alle am Mittwoch, 5.10.2016, in Halle C2, Stand 040 statt.

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