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Das knappe Angebot bringt Bewegung in den Markt

Konkurrenz belebt das Geschäft, Wettbewerb weckt den Erfindergeist. Dass das Gewerbeimmobilienangebot knapp wird, ist einerseits natürlich mühselig. Vor allem für die Kaufinteressenten, die mehr zahlen müssen oder erst gar keine interessanten Objekte mehr finden – dabei will das Kapital ja irgendwo investiert werden. Auf der anderen Seite sind es erst Umstände wie diese, die das Potenzial haben, eine Branche aus dem Dornröschenschlaf zu holen und in ein neues Zeitalter aufbrechen zu lassen.

 

Refurbishment, Repositionierung, Reinventing

Das knappe Angebot auf dem Markt führt zu neuen Ideen, neuen Investitionsmöglichkeiten, neuen Immobilienkonzepten. Refurbishment, Repositionierung, Reinventing – diese Begriffe klingen zwar nach hohlem Marketing, sind aber weit mehr als das. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Projektentwickler, Assetmanager und Investoren über die Zukunft der Immobilie, des Büros, sogar des Arbeitens nachdenken. Es gibt zahlreiche Gewerbeimmobilien, die nicht mehr marktfähig sind, es aber sein könnten. Bei manchen Objekten genügt ein intelligentes Refurbishment, um es für den Markt wieder attraktiv zu machen. Andere müssen neu erfunden werden, sei es etwa eine alte Industriehalle, die zur modernen Bürofläche umgewandelt wird, oder ein Bürogebäude, in dem Menschen künftig wohnen sollen. So oder so, Innovationskraft und Kreativität sind gefragt.

 

Die Mobilität der Arbeit wächst weiter

Investoren müssen aber nicht nur mit den Herausforderungen der Gegenwart umgehen, sondern vor allem die Zukunft der Arbeit antizipieren. Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch, sie wird flexibler, digitaler und mobiler. Das geht an Büroimmobilien nicht spurlos vorüber. Früher war – und ist in weiten Teilen heute noch – jeder Arbeitsplatz und jeder Konferenzraum starr seiner Funktion zugeordnet. Viel Fläche bleibt dadurch ungenutzt, bis zu 40 Prozent aller Büros stehen leer. Das wird nicht so bleiben. Schon heute teilen sich mehrere Unternehmen in einem Gebäude flexibel buchbare Konferenz- und Meetingbereiche. Die Arbeitnehmer sitzen längst nicht mehr in Einzelbüros, sondern in großen Arbeitsflächen ohne festen Arbeitsplatz. Oder sie nehmen ihren Büroalltag mit ins Homeoffice oder an einen ganz anderen Ort. Die Mobilität der Arbeit wird weiter wachsen und damit ändert sich auch der Anspruch an die Immobilie: War früher vor allem eine gute technische Infrastruktur wichtig, so wird es zukünftig die eventunterstützte und zielgerichtete Förderung der Kommunikation und des Wissensaustausches sein. Dies wird zu einer weiter steigenden Nachfrage von innovativen Betreiberkonzepten führen.

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